Neohesperidin DC

Geschichteentdeckt im Jahre 1963 durch Horowitz und Gentili
SyntheseAusgangsmaterial für die Gewinnung von Dihydrochalcon (DC)-Süßstoffen sind Flavanone, die in Zitrusschalen enthalten sind. Das in den Schalen der Bitterorange vorhandene Neohesperidin lässt sich durch Alkalibehandlung in Neohesperidin-Chalcon überführen. Durch Hydrieren lässt sich das Chalcon in Dihydrochalcon umwandeln.
Sensorik/Süßkraftlakritz-/mentholartiger Nachgeschmack
1500-1800 fach, praxisübliche Konzentration 400-600 fach
Eigenschaften
physiologischwird in unbedeutenden Mengen vom Körper aufgenommen, ist daher praktisch kalorienfrei
zahnschonend und für Diabetiker geeignet
anwendungstechnischmehlartiges Pulver
hauptsächlich als Geschmacksverbesserer eingesetzt
maskiert den Bittergeschmack anderer Ingredienzien
sehr hitzestabil, daher zum Backen, Kochen und für pasteurisierte Nahrungsmittel gut geeignet
sehr stabil in wässrigen Lösungen bei pH-Werten von 2-6
gut lagerfähig
sparsame Dosierung notwenig, sonst zu extremer Lakritz-/ Mentholgeschmack
hohes synergistisches Potential mit allen anderen Süßstoffen
ADI-Wert5 mg/kg Körpergewicht
AnwendungsgebieteTafelsüßen (Tabletten, Streu- und Flüssigsüßen)
Erfrischungsgetränke mit und ohne Kohlensäure
Milchprodukte
Puddings, Desserts
Eiscrème und Tiefkühldesserts
Süßwaren
Kaugummi
Zahnpasta, Mundwasser
Arzneimittel